Unfall

Pflegegrad 1, krankheits- oder
unfallbedingt

Mit dem neuen Pflegegrad 1 von 2017 genehmigen Pflegekassen geringfügig hilfebedürftigen Versicherten Pflege- und Betreuungsleistungen, wenn Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit festgestellt haben.

Krankenversicherte gelten als pflegebedürftig im Sinne der Pflege­versicherung wenn sie mehr als sechs Monate Hilfe im Alltags­leben benötigen. Wenn jemand nach einem Unfall oder einer Krankheit nur kurze Zeit oder wenige Monate auf Hilfe angewiesen ist, hat er keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse.

Genannt wird dieser Beitrag Entlastungsbeitrag. Der Entlastungsbeitrag soll Angebote finanzieren, die pflegende Angehörige entlasten.

Worauf habe ich Anspruch?

Versicherte mit anerkanntem Pflegegrad 1 haben Anspruch auf den neuen vereinheitlichten „Entlastungsbeitrag“ von monatlich 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen ihrer Pflegekasse.

Folgende Leistungen werden bewilligt:

  • Betreuung und Versorgung für schon bestehende Kinder.
  • Eine Haushaltshilfe die Ihnen beim Putzen der Wohnung hilft.
  • Eine Haushaltshilfe die Arbeiten wie das Fensterputzen erledigt.
  • Eine Einkaufshilfe für die Grundversorgung mit Lebensmitteln.
  • Eine Hilfe für die Übernahme von Treppen- und Flurreinigung.

Was passiert mit nicht genutzten Entlastungsleistungen?

Wird der monatliche Entlastungsbeitrag von 125 Euro nicht genutzt, kann der Restbetrag in den kommenden Monaten innerhalb eines Kalenderjahres genutzt werden. Wenn sie beispielsweise im Krankenhaus waren und im Mai nur 50 Euro für Entlastungsleistungen ausgegeben haben, stehen Ihnen im Juni die restlichen 75 Euro vom Mai sowie die 125 Euro vom Juni zur Verfügung.

Die am Ende des Jahres nicht genutzten Entlastungsleistungen, können Sie ins neue Kalenderhalbjahr übertragen.