Schwangerschaft

Pflegegrad 1, schwangerschaftsbedingt

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, wird automatisch in die soziale Pflegeversicherung einbezogen. Mit dem neuen Pflegegrad 1 von 2017 genehmigen Pflegekassen geringfügig hilfebedürftigen Versicherten Pflege- und Betreuungsleistungen, wenn Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit festgestellt haben. Genannt wird dieser Beitrag Entlastungsbeitrag.

Eltern bzw. Mütter erhalten eine Haushaltshilfe, wenn ihnen selbst (krankheits- oder schwangerschaftsbedingt) die Weiterführung Ihres Haushaltes nicht möglich ist. Sofern keine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann.

Worauf habe ich Anspruch?

Versicherte mit anerkanntem Pflegegrad 1 haben Anspruch auf den neuen vereinheitlichten „Entlastungsbeitrag“ von monatlich 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen ihrer Pflegekasse.

Folgende Leistungen werden bewilligt:

  • Betreuung und Versorgung für schon bestehende Kinder.
  • Eine Haushaltshilfe die Ihnen beim Putzen der Wohnung hilft.
  • Eine Haushaltshilfe die Arbeiten wie das Fensterputzen erledigt.
  • Eine Einkaufshilfe für die Grundversorgung mit Lebensmitteln.
  • Eine Hilfe für die Übernahme von Treppen- und Flurreinigung.

Was passiert mit nicht genutzten Entlastungsleistungen?

Wird der monatliche Entlastungsbeitrag von 125 Euro nicht genutzt, kann der Restbetrag in den kommenden Monaten innerhalb eines Kalenderjahres genutzt werden. Wenn sie beispielsweise im Krankenhaus waren und im Mai nur 50 Euro für Entlastungsleistungen ausgegeben haben, stehen Ihnen im Juni die restlichen 75 Euro vom Mai sowie die 125 Euro vom Juni zur Verfügung.

Die am Ende des Jahres nicht genutzten Entlastungsleistungen, können Sie ins neue Kalenderhalbjahr übertragen.