Pflegegrad 1

PFLEGEGRAD 1

Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, wird automatisch in die soziale Pflegeversicherung einbezogen. Mit dem neuen Pflegegrad 1 von 2017 genehmigen Pflegekassen geringfügig hilfebedürftigen Versicherten Pflege- und Betreuungsleistungen, wenn Gutachter des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) eine geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit festgestellt haben.
Genannt wird dieser Beitrag Entlastungsbeitrag. Der Entlastungsbeitrag soll Angebote finanzieren, die pflegende Angehörige entlasten. Aber viele Menschen sind auch alleinstehend und benötigen diese Form der Unterstützung umso dringender für den Alltag.

Worauf habe ich Anspruch?

Versicherte mit anerkanntem Pflegegrad 1 haben Anspruch auf den neuen vereinheitlichten „Entlastungsbeitrag“ von monatlich 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen ihrer Pflegekasse ( in besonderen Fällen bis 208 Euro).

Folgende Leistungen werden z.B. bewilligt:

  • Ein Alltagsbegleiter für Gespräche oder Spaziergänge.
  • Eine Haushaltshilfe anstellen, die Ihnen beim Putzen der Wohnung hilft.
  • Eine Haushaltshilfe anstellen die anstrengende Arbeiten wie das Fensterputzen erledigt.
  • Eine Einkaufshilfe für die Grundversorgung mit Lebensmitteln bezahlen. Die die Erledigung hausgemeinschaftlicher Pflichten (z.B. Flurreinigung) erfüllt.

Was passiert mit nicht genutzten Entlastungsleistungen?

Wird der monatliche Entlastungsbeitrag von 125 Euro nicht genutzt, kann der Restbetrag in den kommenden Monaten innerhalb eines Kalenderjahres genutzt werden. Wenn sie beispielsweise im Krankenhaus waren und im Mai nur 50 Euro für Entlastungsleistungen ausgegeben haben, stehen Ihnen im Juni die restlichen 75 Euro vom Mai sowie die 125 Euro vom Juni zur Verfügung.

Die am Ende des Jahres noch übriggebliebenen Entlastungsleistungen, können Sie dann noch ins neue Kalenderhalbjahr übertragen.